Kinderrechte müssen für alle Kinder gelten.

Der Unabhängige Beuaftragte für sexuellen Kindsmissbrauch, Johannes Wilhelm Rörig, legt erfreulich intensiv nach, für den Schutz minderjähriger Geflüchteter. Vor kurzer Zeit hatte er schon eine Checkliste vorgelegt (hier). Nun kritisiert er deutlich die doppelten Standards, die in Bezug auf Prävention sexualisierter Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung derzeit in Deutschland zu gelten scheinen: Im Tagesspiegel erklärt Rörig: „„Bei einer Kita würden wir von einem Skandal sprechen, wenn Menschen ohne jeden Nachweis ein und aus gehen könnten und unkontrollierten Zugang zu Kindern hätten“, sagte Johannes Wilhelm Rörig. Der Skandal sei nicht kleiner, nur weil es sich um syrische, irakische oder albanische Kinder handle. „Kinderrechte müssen für alle Kinder gelten.““ zum Beitrag im Tagesspiegel

Verqueert.de mit einer Analyse zu den PEgIdA-Nachfolgern PEgAdA und EnDgAmE

Verqueert hat eine gute Analyse zu den PEgIdA-Nachfolgern PEgAdA und EnDgAmE erstelt. Dabei geht sie_er auf die Hintergründe, Forderungen und Personen der extrem rechten Gruppierungen ein. „…was die Gruppierungen PEgAdA und EnDgAmE ausmacht: Offene Rassisten finden sich dort ebenso, wie einige sich selbst als links definierende Menschen. Viele von ihnen teilen esoterische Verschwörungstheorien. Aber auch NPD-Kader und Anhänger von HogeSa (Hooligans gegen Salafisten) sind Teil der Gruppierungen. Eine ernsthafte Distanzierung von NPD und Hogesa findet innerhalb von PEgAdA und EnDgAmE nicht statt. Gemeinsame Klammer der Zusammenrottung ist ein Antiamerikanismus, der sich nicht nur auf die Kritik an der US-Regierung beschränkt, sondern große globale Zusammenhänge (Verschwörungen) im Hintergrund zu sehen glaubt, die es aufzudecken und zu bekämpfen gelte. Im Folgenden soll über die Inhalte von PEgAdA/EnDgAmE, über ihren Ursprung, die Akteur_innen und ihr Auftreten gesprochen werden.“ –> zum Beitrag auf verqueert.de

Queerfilm: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Domstadtkino Merseburg (b. Leipzig und Halle), ab Februar 2015

Queerfilm_Merseburg_01Lesbische, schwule, queere Filme kommen ins Domstadtkino! Dabei werden einerseits Filme gezeigt, die kaum noch in Kinos zu sehen sind, wie etwa „Stadt der verlorenen Seelen“ von Rosa von Praunheim. Gleichzeitig kommen aktuelle Filme hinzu. Es gibt jeweils einen Doppelpack, der regional und überregional interessant ist. Durchgeführt wird die Reihe in Kooperation von Domstadtkino, Hochschule Merseburg und Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

Start der Filmreihe ist am 26. Februar mit den Filmen „Faustrecht der Freiheit“ (1974, Regie: Rainer Werner Fassbinder) und „Pride“ (2014, Regie: Matthew Warchus). Continue reading “Queerfilm: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Domstadtkino Merseburg (b. Leipzig und Halle), ab Februar 2015” »

NEU, lange erwartet: „Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre „Muslime versus Schwule”“ (hg. von Koray Yılmaz-Günay) in 2. Auflage

Viele haben bereits länger darauf gewartet, weil die 1. Auflage rasch vergriffen war. Nun gibt es das wichtige Buch *“Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre „Muslime versus Schwule”“* (hg. von Koray Yılmaz-Günay) in einer 2. Auflage. Es wird aktuell schon ausgeliefert, so dass es sich auch durchaus noch als Geschenk anbietet – Bestellung direkt: http://www.edition-assemblage.de/karriere-eines-konstruierten-gegensatzes/ . In einigen Buchläden (wie Eisenherz Berlin und Schwarze Risse Berlin) liegt das Buch auch schon aus.
Ich finde das Buch extrem wichtig, gerade in den aktuellen Debatten und ich möchte sehr dazu anregen, es zu lesen!

Koray Yılmaz-Günay (Hg.)
Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre „Muslime versus Schwule”
Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001
Neuausgabe, 2014, edition assemblage
216 Seiten, 18.00 Euro
ISBN 978-3-942885-53-9
Infos und Bestellung: http://www.edition-assemblage.de/karriere-eines-konstruierten-gegensatzes/

Anfragen für Rezensionsexemplare: info@edition-assemblage.de

Bisher erschienene Rezensionen u.a.:
http://www.kritisch-lesen.de/rezension/vom-gay-pride-zum-white-pride
http://salihalexanderwolter.de/koray-yilmaz-gunay-karriere-eines-konstruierten-gegensatzes-zehn-jahre-muslime-versus-schwule-sexualpolitiken-seit-dem-11-september-2001/

„Rosa Zeiten?“ – Schwule in der BRD der 1970er und 1980er Jahre

Magdalena_Beljan_Rosa_ZeitenEs lohnt ein Blick in den schönen Band „Rosa Zeiten?“, der gerade im Transcript-Verlag erschienen ist. Die Autorin Magdalena Beljan analysiert ausgehend von Beiträgen der Zeitschrift „du & ich“ die Debatten um männliche Homosexualität in der Bundesrepublik Deutschland. Allein der Blick auf die Beiträge der „du & ich“ ist dabei erhellend. Unter anderem wird ausführlich die Wirkung des §175 thematisiert.

Für schwule Geschichte aber noch bedeutsamer ist der genauere Blick auf die exotisierenden und rassistischen Zuschreibungen, die in Reiseberichten der „du & ich“ in den ausgehenden 1970er und beginnenden 1980er Jahren gegenüber Männern aus Ländern Afrikas und Asiens gezeichnet wurden (S.162-171). In Westdeutschland von dem §175 bedroht, wurden Länder wie der Libanon, Senegal, Togo, die Bahamas als traumhafte Länder ‚mit allen Möglichkeiten‘ für mehrheitsdeutsche schwule Männer beschrieben. Die dort lebenden Menschen wurden dabei aber mit schlimmsten sexistischen und rassistischen Zuschreibungen belegt. Und es wurden Tipps gegeben, ihre Gastfreundschaft im Sinne der eigenen Interessen des wohlhabenden Touristen zu kanalisieren. Allein für diese Durchsicht gebürt der Autorin Dank – und sollten sich weitere Recherchen mit Schwerpunkt der kritischen Aufarbeitung von Exotisierung und Rassismus anschließen.

Ebenfalls sehr gut diskutiert die Autorin die Stigmatisierungen, die sich verbunden mit HIV und Aids seit den 1980er Jahren über die Schwulen ergossen haben. Sie arbeitet die Bedeutung der Zeitschrift „Spiegel“ bei den Stigmatisierungen heraus und deutet die Veränderungen an, die sich für das Streiten der Schwulen ergeben haben – auch mit Blick auf Institutionalisierung und die damit veerbundene stärkere Einbindung in die Staatsräson.

In diesem Sinne: Der Band ist empfehlenswert. Jedoch ist der Preis mit knapp 33 Euro sehr hoch angesetzt.

Magdalena Beljan:
Rosa Zeiten? Eine Geschichte der Subjektivierung männlicher Homosexualität in den 1970er und 1980er Jahren der BRD
Bielefeld: Transcript-Verlag, 07/2014;
278 Seiten, 32,99 Euro, ISBN 978-3-8376-2857-9
Weitere Infos auf der Verlagsseite

CSD Hannover: Schwule Anpassung zum Christopher Street Day

Lesenswerter Beitrag bei verqueert.de:

„Am Pfingstwochende fand der CSD Hannover statt. Wie jedes Jahr stellt sich die Frage: Will ich teilnehmen?

Das Motto ist wenig beherzt und nicht politisch – „Liebe ohne Grenzen – Liebe zur Vielfalt“ sagt alles und nichts aus. Mein Blick geht vom Motto aus weiter und ich suche nach Forderungen – vergebens. Weder hat der CSD Hannover einen Forderungskatalog, noch zeigen die Organisierenden Interesse an einer politischen Demonstration. Auf der Homepage des CSD wird die Parade mit ein paar dürren Worten abgespeist, hingegen wird breit für kommerzielle Angebote in den nächsten Wochen geworben. Und hier zeigt sich keineswegs gelebte oder geliebte ‚Vielfalt‘. Statt mit Geschlechtervielfalt wird nur mit den ewig gleichen gestylten Männer geworben, genau wie auf den allmonatlich gleichen und stets langweiligen Ausgaben der hannover’schen Schwulen-Zeitschrift „Gay-People“. Immerhin gibt es noch den Link „Szene“ auf der Homepage des CSD-Hannover. Ich habe noch etwas Hoffnung, immerhin waren zuletzt die queeren Regisseure Aydın Öztek und Aykan Safoğlu in Hannover, mit ihren queeren politischen Kurz- bzw. Dokumentarfilmen, die international gewürdigt sind. Und immerhin gibt es auch einige Orte, an denen zumindest randständig auch Politik in der lesbischen und schwulen Szene Hannovers eine Rolle spielt, wenn auch Möglichkeiten für Trans* und Inters* noch immer (nahezu) völlig fehlen. Doch bei der Szene, die der CSD Hannover kennt, bleibt der erhoffte leichte politische Aufschlag aus. Auf der Homepage heißt es nur kurz und knapp und ich zitiere vollständig: „Szene in Hannover: Neben regelmäßigen Partys & Events hat Hannover eine Reihe an schwul-lesbischen Locations. Fever Club (Club/Discothek), Caldo (Cocktailbar), Café Konrad (Café), Martinos (Bar)“. Nur die kommerziellen Schuppen – krass! Es zeichnet sich eine klare Szenerie: Cis*-Männer der Mittelklasse, schwul, weiß bespaßen sich selbst. Mich juckt es, endlich eine Gegendemonstration anzumelden, denn weiße cis*-Männer dominieren ohnehin die ganze Gesellschaft, meist auf Kosten von ‚Vielfalt‘. Weiter bei verqueert.de.

Hannover, 10. Mai, Kino im Sprengel: TRILEMMA & KIRIK BEYAZ LALELER. Zwei Kurzfilme über Identität, Ausgrenzung und staatliche Gewalt. Mit den Regisseuren Aydın Öztek und Aykan Safoğlu

Sehr empfehlenswert ist die folgende Veranstaltung!! –>

TRILEMMA & KIRIK BEYAZ LALELER
Zwei Kurzfilme über Identität, Ausgrenzung und staatliche Gewalt.
# Kino im Sprengel (Klaus-Müller-Kilian-Weg 1)
# Samstag, 10.5., 20.30 h

Mit den Regisseuren Aydın Öztek und Aykan Safoğlu
Die Diskussion nach der Filmvorführung moderiert Heinz-Jürgen Voß

Kurztext:
TRILEMMA thematisiert das skandalöse Ausmusterungsverfahren des türkischen Militär sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, KIRIK BEYAZ LALELER nimmt James Baldwins Aufenthalt in Istanbul zum Ausgangspunkt einer Reflexion und gewann 2013 den Großen Preis bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

– TRILEMMA (Çürüğüm Askerim Reddediyorum)
Aydın Öztek, Türkei 2009, 30 min., O.m.U.

In seinem Film stellt Aydın Öztek anhand von Interviews mit Betroffenen, Fachleuten und politisch Aktiven sowie Straßeninterviews die Situation junger Männer in der Türkei des Jahres 2009 dar, die vor der Alternative stehen, nach einem entwürdigenden Verfahren wegen ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung ausgemustert zu werden, gegen ihr Gewissen Kriegsdienst zu leisten oder sich durch Flucht zu entziehen.

Aydın Öztek ist ein in Deutschland lebender Filmemacher, der an der Hochschule Kandıra Public Relations und an der Universität Galatasaray in Istanbul Filmwissenschaften studierte. Bei der Präsentation seines Films auf dem Filmfestival Goldene Orange in Antalya im Jahre 2009 erlitt er einen schweren Unfall. Trotz einer Behinderung arbeitet er wieder an neuen Filmprojekten.

– KIRIK BEYAZ LALELER
von Aykan Safoğlu, Türkei/D 2013, 24 min., O.m.U.

Der Film ist eine Hommage an den amerikanischen Schriftsteller James Baldwin. Aykan Safoğlu verknüpft Baldwins Leben im selbstgewählten Exil in der Türkei mit der eigenen Biographie zu einem dichten Essay. Anhand von alten Fotografien folgen wir den Spuren James Baldwins ebenso wie Aykan Safoǧlus und seiner Familie durch Istanbul. Die Montagetechnik ist verblüffend einfach, Fakten und Fiktion verschwimmen. Safoǧlu nennt diese Form „Biomythography“, eine erfundene Lebensgeschichte laut der amerikanischen Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde, die sich als „black lesbian feminist mother poet warrior“ bezeichnete. Die Fragen, die Aykan Safoǧlu in seinem Film verhandelt, stehen auch im Vordergrund von James Baldwins Werk. Der Film zeigt schwarze Überlebensstrategien im weißen Mainstream und erkundet queere Lesarten von Kultur, Politik und Identitäten. Der Film gewann 2013 den Großen Preis bei den 59. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

Aykan Safoğlu, Künstler und Filmemacher, geboren 1984 in Istanbul, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Universität der Künste Berlin und dem Bard College in New York. Seine Arbeiten waren 2013 bei uqbar Berlin, 2012 auf der International Biennale for Young Art Moskau und 2011 auf der Konsthall C in Stockholm zu sehen.

In Zusammenarbeit mit dem Friedensbüro Hannover und dem AstA der Leibniz Universität Hannover

Studie zur Sexualität ostdeutscher Jugendlicher: Ostdeutsche Jugendliche tolerant, informiert, ‚probierfreudig‘

Eine aktuelle umfassende Studie zur Sexualität ostdeutscher Jugendlicher ist äußerst interessant. Sie wurde von der Hochschule Merseburg und dem dortigen Studiengang Angewandte Sexualwissenschaft durchgeführt. Befragt wurden Jugendliche in städtischen und ländlichen Regionen Sachsens und Sachsen-Anhalts.
Die Studie wartet mit einigen beachtenswerten Ergebnissen auf, die auch vor dem Hintergrund der Debatten in Baden-Württemberg sowie um die aktuelle Diskussion um die ,Pille danach‘ beachtenswert sind. Eine ausführliche Übersicht über die Ergebnisse findet sich im Anhang. Unter anderem stellt das Autor_innenteam um Prof. Dr. Konrad Weller fest:

Homosexualität — mehr Toleranz, mehr Vielfalt:
Das Reflexions-und Toleranzniveau gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe hat sich in den letzten 20 Jahren gravierend positiv verändert: Waren es 1990 lediglich 29% der Jungen, die sich eine Freundschaft zu einem Schwulen vorstellen konnten, so sind es jetzt 62%, bei den Mädchen stieg der Anteil von 56% auf 91% (Grafik 10). Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der diesbezüglich unreflektierten Jugendlichen deutlich.
Charakterisierten sich 1990 noch 73% aller jungen Frauen als ausschließlich heterosexuell, so sind es gegenwärtig nurmehr 58%. (Der Anteil der ausschließlich auf das andere Geschlecht orientierten Jungen liegt historisch konstant bei 85%). Dieser Wandel im Fühlen wird auch stärker in die Tat umgesetzt: Hatten in früheren Studien lediglich 7% der jungen Frauen homosexuelle Pettingerfahrung, sind es jetzt 24%.

Etabliert – Pille davor und Pille danach:
Mädchen beginnen heutzutage im Mittel fast anderthalb Jahre früher mit der Anwendung hormoneller Verhütungsmittel (1990: 16,7 Jahre, 2013: 15,3 Jahre). Die ungebrochen hohe Bedeutung der Pille zeigt sich auch in der aktuellen Nutzung. 57% der befragten Mädchen nahmen zum Zeitpunkt der Befragung die Pille (1990: 53%). Weitere 4% verwendeten ein anderes Hormonpräparat. Die Akzeptanz der Pille danach hat sich enorm gesteigert. Waren es 1990 noch 26%, die angaben die Pille danach nicht abzulehnen, sind es 2013 66%.
Große Akzeptanz sicherer Verhütungsmittel: Pille und Kondom genießen mit Abstand den größten Zuspruch. Insbesondere das Kondom hat weiter an Akzeptanz gewonnen (1980 waren 35% dafür, 1990: 82%, 2013: 92%). Für alle weiteren Methoden zeichnet sich im historischen Vergleich ein Zuwachs an Akzeptanz ab, sie spielen aber für das Verhütungsverhalten Jugendlicher eine untergeordnete Rolle.

Weitere Ergebnisse und Kontakt zur Studie:
http://www.ifas-home.de/downloads/PARTNER4_Handout_06%2006.pdf

Homepage der Hochschule: http://www.hs-merseburg.de
Homepage des Studiengangs: http://ifas-home.de

Kommende Buchvorstellungen von „Queer und (Anti-)Kapitalismus“ – in Rostock, Bonn, Berlin

In der nächsten zeit finden die folgenden Buchvorstellungen von „Queer und (Anti-)Kapitalismus“ statt – in Rostock, Bonn und Berlin:

– 27.3.2014 um 19:30 Uhr, Rostock, Peter-Weiss-Haus
– 14.4.2014 um 20 Uhr, Bonn, Buchladen Le Sabot
– 22.5.2014 um 20:30 Uhr, Berlin, Buchladen Eisenherz, Motzstraße 23
Genaue Informationen

Informationen zum Buch:
Voß, Heinz-Jürgen / Wolter, Salih Alexander:
Queer und (Anti-)Kapitalismus
Schmetterling-Verlag
1. Auflage 2013 / 160 Seiten / 12,80 EUR
ISBN 3-89657-061-7
Klappentext und weitere Infos
Rezensionen

Capricen – Momente schwuler Geschichte

Ich möchte auf einen sehr schönen Band hinweisen! „Capricen – Momente schwuler Geschichte“ ist Manfred Herzer zu seinem 65. Geburtstag gewidmet – herzlichen Glückwunsch! Es ist ein literarisch und wissenschaftlich interessanter Band, der zahlreiche sehr gute Beiträge versammelt, die neue Perspektiven vorschlagen und Einsichten ermöglichen!

Einen Überblick über den Inhalt gibt es beim Männerschwarm-Verlag. „Capricen“ kann dort und im gesamten Buchhandel erworben werden.

Lautmann_Capricen_Momente_schwuler_GeschichteCapricen: Momente schwuler Geschichte
Rüdiger Lautmann (Hg.)
Männerschwarm-Verlag, 2014,
300 Seiten, 22,00 EUR
ISBN: 978-3-86300-167-4
Verlagslink

Klappentext:
Pionierarbeiten zur Geschichte der Homosexualität und zur Kritik an der Heteronormativität kamen lange von Außenseitern des Wissenschaftsbetriebs. Die Reihe begann mit dem Publizisten Karl Heinrich Ulrichs und dem Medizinalrat Magnus Hirschfeld, wurde fortgesetzt bis zu den Aktivisten der Schwulenbewegung in den 1970er und 1980er Jahren. Erst in neuerer Zeit wenden sich immer mehr etablierte WissenschaftlerInnen diesem Gegenstand zu. In Würdigung ihrer außerakademischen Vorläufer führen hier einige von ihnen ihre Kabinettstückchen vor. Der Band versammelt Anmerkungen zu Magnus Hirschfeld und zu einer „Magnetischen Gesellschaft“, Beiträge über einen homophoben General, einen elsässischen Landgerichtsrat im Besenschrank, einen schwulen amerikanischen Maler in Deutschland, die Jünglingsliebe im alten Islam,  das Keuschheitsgelübde eines schwulen Konfirmanden und eine Reihe weiterer Merkwürdigkeiten aus der Homohistorie.

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